Laut einiger Statistiken hatte 2007 der deutsche Solarboom seinen absoluten Höhepunkt. Ende 2011 stand einer der größten deutschen Hersteller für Solaranlagen vor der Insolvenz. Ist hier ein absteigender Ast zu erkennen? Ein Solarmodule Test als Orientierungshilfe soll hierbei helfen. Es ist allerdings nicht einfach eine solche Frage kurz zu beantworten. Mehrere Punkte müssen vorher geklärt werden. Sprechen wir von Solaranlagen im Allgemeinen oder nur von der deutschen Wirtschaftskraft auf diesem Markt? Geht es um die Zukunft der Solaranlagen oder lediglich um den jährlichen Absatz?
Hilfreich zu wissen, könnte hierbei sein, dass jährlich ca. fünfzig Gigawatt Produktionskapazitäten für Solarstrom zur Verfügung stehen, aber zu Zeit nur zwanzig genutzt werden. Sechs Gigawatt werden alleine in Deutschland verbraucht. Das lässt vermuten, dass der Bau weiterer Solaranlagen vorerst verlangsamt wird oder die Nachfrage sinkt, denn wir nutzen ja nicht einmal die Hälfte der zur Verfügung stehenden Kapazitäten.
Was heißt das nun für den privaten Nutzer? Im Grunde fast nichts, außer, dass die Anschaffung einer Solaranlage in kürzester Zeit sehr viel günstiger geworden ist und auch Ökostrom nicht teurer wird, sondern immer billiger. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch, dass die Einspeisevergütung jährlich geringer wird. Eine Einspeisevergütung bekommt der Photovoltaikanlagen-Besitzer, der diese Anlage netzgebunden hat installieren lassen und überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist. Hier wird pro Kilowattstunde bezahlt. Die allgemeine Preissenkung trifft dann natürlich auch diesen Markt.
Wir sehen, dass es im Grunde nicht leicht ist, die Frage zu beantworten, ob sich Solaranlagen auf dem absteigenden Ast befinden und, dass es dafür viele Punkte gibt, die uns in beide Richtungen tendieren lassen. Wichtig sollte hier lediglich sein, dass ein jeder sich sein eigenes Bild macht, das für ihn und seine Bedürfnisse von Nöten ist und dafür gibt es zahlreiche, hilfreiche Internetseiten.